Es ist böse – aber es macht Spaß

Farbenfrohe Erscheinung am Himmel: Die rot-schwarze Nexxt One 150

Farbenfrohe Erscheinung am Himmel: Die rot-schwarze Nexxt One 150

Heute auf der Wiese ums Eck: der Wind bläst ziemlich böig in 3-4 Stärken und ich beschließe sicherheitshalber nur meine 150er Nexxt One auszupacken. Schon von weitem sehe ich eine Familie mit zwei Zweileiner Stablenkdrachen, die versuchen sie zu starten. Die Kites erkenne ich auch beim Näherkommen nicht, aber die beiden Ringe in denen die Leinen enden verheißen nichts Gutes. Und der Adlergriff, in dem sie gehalten werden – die Arme weit vom Körper weggestreckt – tun ihr übriges. In der Luft waren die Kites inzwischen noch nicht. Bis ich meine Nexxt One startbereit habe sind sie zum Glück immer noch da. Auch wenn die zackigen Böen kaum ein gezieltes Fliegen zulassen, kann ich trotzdem ein paar schöne Loops präsentieren. Hinter mir höre ich noch den Satzfetzen ‚…will sehen, dass der auch fliegt.‘ Dann geben die beiden Hobbypiloten frustriert auf. Wie gesagt – es ist böse, macht aber Spaß andere zu frustrieren, die am falsche Ende gespart haben. Ist halt immer diesselbe Alternative: Sparen oder Spaß haben.

Geschenk-Tipp für Drachenfreunde

MuenzeWie schwierig es ist einen begeisterten Drachenflieger zu überraschen, weiß ich aus eigener Erfahrung. Was sind die nächsten Anschaffungen? Was fehlt noch an Zubehör? Ein ‚Laie’ findet da selten ein passendes Geschenk, wenn man selbst noch nicht weiß, was man will. Schön, wenn man dann in anderen Bereichen auf das Thema Drachen stößt – in diesem Fall unter den Sammlermünzen.
Die staatliche französische Münzanstalt hat eine 10-Euro-Sondermünze im Blister herausgebracht mit dem Motiv des ‚Kleinen Prinzen’ der Drachen steigen läßt. Das schöne dabei: Die Münze ist nicht nur aus 333er-Silber, sie gilt in Frankreich auch als Zahlungsmittel und verliert somit nie den Wert von 10 Euro.

Neu: Nexxt One von Cooper Kites

Erster Test der neu erworbenen Nexxt One 150 (1,5qm Fläche) bei 4-6 Ktn. – einem knappen 2er-Wind – parallel zu der 350er HQ Hydra (3,5qm Fläche). Ich dachte bei dem leichten Windchen bringt wenigstens die Hydra ein wenig Zug, während sich die vierleinige Nexxt One spritziger am Himmel zeigt.
Pustekuchen! Die viel kleinere Nexxt One legte Kräfte frei, die ich nicht erwartet hatte – und das noch ohne Bremseinsatz. Angebremst gabs fast kein Halten mehr. Und dabei ist die Drehfreude einmalig. Nur für Propellerspins ist mehr Druck nötig.
Spürbar ist natürlich der Unterschied der beiden Kite-Charaktere bei Böen: Die Hydra bleibt souverän am Himmel, während die Nexxt One zu Klappern neigt. Setzt man aber ihre Wendigkeit gezielt ein, ist ein Abfangen kein Problem und der Kite schnell wieder im Wind.
Fazit: Die Nexxt One weckt Hoffnungen auf ganz viel Spaß bei mehr Wind.

Nexxt One 150

Die Nexxt One 150 gibts tatsächlich auch in rot/schwarz – nicht nur in grün/schwarz wie auf den meisten Bildern zu sehen!

Alpha vs. Lycos

Ein erstes Vergleichsfliegen nach der Reparatur der Lycos-Waage mit der Alpha bei böigen 3 Bft. zeigen die Unterschiede der beiden Konzepte deutlich.
Die 2.5er Lycos macht erheblich weniger Druck, beschleunigt spontan, bleibt aber auch genauso plötzlich in Luftlöchern stecken. Böen gleichen auch die 35m-Leinen kaum aus. Klapper sind gelegentlich die Folge, aus denen sie sich aber meist wieder fängt.
Die 2.5er Alpha läßt sich als Vieleriner agiler steuern, macht v.a. bei den Böen richtig Druck, den man nur durch Beinarbeit ausgleichen kann und bleibt insgesamt stabiler am Himmel.
Fazit: Fürs Binnenland mit seinen zickigen Winden bringt der ‚zahmere‘ Vierleiner mehr Spaß – gerade für Anfänger, die die Reaktionszeit und den Umgang mit langen Leinen noch üben müssen.